Trigo Metzger

TRIGO METZGER ist eigentlich der klassische Kandidat für einen doppelten Nachnamen. Aber so weit müsste es erst mal bei ihm kommen. Ein paar Frauen gab es, die sich sehr vorübergehend wegen seines esoterischen Sexappeals mit ihm trafen, doch nach dem ersten Date war meistens schon Schluss.  Wenn man die Biographie seiner  Vorfahren kennt, wird schnell klar warum er es auch auf diesem Gebiet nicht gerade leicht hat. 

 

Sein Großvater ist unbekannt, denn seine Großmutter wollte dem damaligen, sog. Führer alles geben. Da sie ihm selbst nie nahe genug kam, empfing sie, in einer jenen besonderen „Reichs-Einrichtung zur Vermehrung der arischen Rasse“, vom männlichen Volkskörper was ihr Zyklus her gab. Kurz vor Kriegsende dann wurde Trio’s Vater geboren und blieb ihr sozusagen übrig. Zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl sollte er auch nach der Schließung des Dritten Reiches werden. Was er wurde war Lehrer, denn er entschied sich für den wärmenden Mantel des Beamtentums. 

 

Trigo’s Mutter als Pfarrerstochter - ja stimmt, „Pfarrer“ (!) - hatte es auch nicht gerade leicht und machte Bekanntschaft mit Trigo’s Vater bei einem Tantra-Retreat der Studentenvereinigung. 

Doch auch dieses Seminar war vergeblich, denn beide waren verklemmt wie eine Autotür nach einem Seitenaufprall und blieben es ihr Leben lang. Dass Trigo überhaupt geboren wurde, war ein sehr unwahrscheinlicher medizinischer Zufall, denn er war das erste Retorten-Baby der Geschichte. Offiziell hat die Welt aber erst zwei Jahrzehnte später von einer gelungenen künstlichen Befruchtung erfahren. Egal. 

Trigo wurde früh zum Aussenseiter und blieb es. Wo damals in Akademiker Kreisen eher die antiautoritäre Erziehung en vogue war, bevorzugten Trigo’a Eltern die anti-antiautoritäre Methode. Die Hand saß locker, die Verständigung steckte fest. 

 

Irgendwann im jungen Erwachsenenalter stolperte er in die Esoterik und versuchte sich in Schamanisums und Engelsriten. Begleitend dazu entdeckte er in dieser Reihenfolge die Vollwert- Trenn- und Sonnenkost.  Er wurde vom glühenden Vegetarier zum militanten Veganer, nicht ohne jedoch zwischenzeitig die Idee der Palio-Ernährung zu favorisieren.  

 

Trigo glaubt derzeit fest and die spirituelle Kraft des Getreides. Diesmal gründete er sogar eine eigene Gemeinschaft mit dem Namen „Kornpeace“. 

 

Weltfriede durch Getreideernährung, lautet sein Mantra im Culiversum. Seine Rezepte sind exklusiv hier zu finden.