Apo Maler

 

Er komplementiert das C-Team, indem er die dunkle, die, der Kulinarik abgewandte Seite unter den CULIVERSUM- Essperten vertritt. 

 

Es soll einmal eine Kochlehre gegeben haben. Durch die Abschlussprüfung ist er jedoch gerasselt, wie ein Panzer durch den Eignungstest einer Kunstflugstaffel. Dem Betreiber seiner Ausbildungsstätte war es gleich, denn an einem Fernfahrer-Rastplatz sind die Anforderungen an einen Koch nicht allzu hoch. Hauptsache die Fritteuse ist stets heiss genug um Fertig-Schnitzel und Pommes vom tiefgefrorenen zu einem ausreichend gebräunten Zustand zu überführen. 

 

Anders als man durch den fortwährenden Einfluss der Trucker-Gäste erwarten könnte, wurde Apo nie Fan von Countrymusic. Sein Musikgeschmack fand eine Heimat im radikalen Genre. „Hath Hard“ hieß seine erste Heavy Metal band. „Apoplex“ (Gehirnschlag) die jetzige. 

 

Seine Art zu kochen ist wie die Musik, die er lebt: Hart, spröde und manchmal etwas weit ab vom Mainstream. 

Könnte man seine Song-Texte verstehen, man würde erstaunt feststellen, dass sie allesamt mit Küchenthemen zu tun haben. Er thematisiert den „Kakerlaken overkill“, „Frittierte Fressen“, oder schildert den Besuch vom Gewerbeaufsichtsamt..."37,5°C- Temperatur messen"

 

Darf man so etwas überhaupt zeigen? Wir sagen ja. 

 

Muss man so etwas ansehen?  Das darf jeder selbst entscheiden!

 

In einer mit Silikon ausgestopften Welt, im Zeitalter der filterüberlagerten Insta-Selbtoptimierung, bleibt hier zumindest die Gewissheit, etwas echtes, rohes, ungeschminktes zu erleben. 

Für Apo sind weniger Likes mehr. In seiner Sprache: Fuck the likes!